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FSB bei den Open Swedish Youth Championships Stockholm

NRW-Kader Synchronschwimmen kehrt zufrieden und mit neun Medaillen im Gepäck von den Open Swedish Youth Championships aus Stockholm zurück

Mit 22 Aktiven und fünf BeAtreuern, darunter 6 Schwimmerinnen der Freien Schwimmer Bochum reiste eine große Delegation des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen vom 14.-17.11.2014 nach Stockholm, um dort an den diesjährigen Swedish Youth Open im Synchronschwimmen teilzunehmen. Nach intensiven Vorbereitungen in Form vieler gemeinsamer zentraler Lehrgänge am Leistungsstützpunkt in Bochum, sollte die Wettkampfteilnahme in Stockholm der Lohn harter Arbeit sein. Und dieses Konzept ging auf: Die Reise in die schöne schwedische Metropole hat sich vollständig gelohnt!

FSB Stockholm

Knapp 200 Aktive aus acht Nationen nahmen an den diesjährigen Swedish Youth Open teil,  das NRW-Team startete mit Mädchen aus den Jahrgängen 1996 bis 2005.

Nach den vierstündigen Pflichtwettkämpfen startete als erster Kürabschnitt der Wettkampf in der Freien Kürkombination. Das NRW-Team ging als fünfte von acht Mannschaften an den Start und zeigte eine sehr ansprechende Leistung. Das Publikum war begeistert von der Darbietung und die Wertungsrichter belohnten den gelungenen Vortrag mit über 71 Punkten und deutlichem Vorsprung vor dem zweit platzierten Team aus der Schweiz (SC Basel).

Im zweiten Kürabschnitt gingen die Solistinnen an den Start. Den Anfang machten die Jüngsten der Altersklasse „12 und jünger“. Nach der Pflicht lag hier überraschend unsere NRW-Schwimmerin Klara Bleyer (FS Bochum) vorn. Mit 10 Jahren war sie eine der jüngsten Teilnehmerinnen der gesamten Veranstaltung und hatte sich mit gut einem Punkt Vorsprung in der Pflicht auf Position 1 gesetzt, auch vor die zwei Jahre älteren Aktiven aus Ungarn. In der Kür konnte Klara mit ihrem noch kindlichen Ausdruck der reiferen ungarischen Solistin noch nicht standhalten und musste sie vorbeiziehen lassen. Dennoch ist Klaras Silbermedaille alles andere als zu erwarten gewesen und ein großer Erfolg; insbesondere wenn man bedenkt dass Klara noch zwei Jahre lang in dieser jüngsten Altersklasse schwimmen kann.

Da Angelina Biela (FS Bochum) wegen einer Verletzung nicht in der Kür antreten konnte, war der Solo-Wettkampf der B-Jugend die einzige Disziplin, in der das NRW-Team nicht vertreten war. In der A-Jugend ging erstmalig bei einem internationalen Wettkampf Katharina Groh  (FS Bochum) an den Start. Sie machte ihre Sache trotz Startnummer eins sehr gut und konnte sich gegenüber der Pflicht um einen Platz verbessern. Am Ende stand Katharina glücklich auf dem Treppchen und ließ sich die Bronzemedaille umhängen.

Am zweiten und letzten Wettkampftag standen zunächst die Duette auf dem Programm. Hier überraschten einmal mehr unsere Jüngsten. Das NRW-Duett mit Klara Bleyer und Nicole Davidovich (beide FS Bochum Jahrgang 2004) lag nach der Pflicht deutliche 4 Punkte vor der kompletten, bis zu zwei Jahren älteren Konkurrenz. Zwar erreichte das Duett aus Ungarn (Club Zuglo) knapp zwei Punkte mehr in der Kürwertung als Klara und Nicole. Aber damit konnte die ungarische Paarung zweier Schwimmerinnen des Jahrgangs 2002 den Pflichtvorsprung unseres zwei Jahre jüngeren Duettes nur halbieren aber nicht egalisieren. Klara und Nicole standen ganz oben auf dem Siegertreppchen und ließen sich die Goldmedaille umhängen. Das zweite NRW-Duett in dieser jüngsten Altersklasse bildeten die beiden Godesbergerinnen Anna Mejkovski und Juliane Werwein. Nachdem die Pflicht der beiden sehr jungen Mädchen noch nicht so gut gelaufen war, zeigten sie eine deutliche Steigerung in der Kür und belegten am Ende Rang fünf.

In der B- und in der A-Jugend hatte der SV NRW jeweils zwei Duette am Start. Aufgrund der etwas chaotischen Pflichtergebnisse in der AK B wurde die Besetzung des ersten Duettes kurzfristig getauscht und die eigentliche Reserveschwimmerin eingebaut. Dadurch war zwar die Kürleistung nicht optimal, aber durch die deutlich bessere Pflichtvornote schaffte es das erste NRW-Duett mit Pauline Paffrath und Johanna Bleyer (FS Bochum) sich den dritten Platz und damit die Bronzemedaille zu erkämpfen. Das zweite NRW-Duett mit Finja Oester-Barkey und Beyza Yanar zeigte eine solide Leistung und wurde fünfte.

Bei den A-Jugend-Duetten waren die Pflichtabstände sehr eng und so könnte jedes Duett hier gewinnen. Die deutlich beste Kürleistung zeigte hier aber das erste NRW-Duett mit Lisa Lange und Elise Rebien (FS Bochum). Beide verdienten sich die Goldmedaille. Überraschung gab es dann bei der Siegerehrung, weil auch das zweite NRW-Duett mit Julia Ermakova und Olga Paul (FS Bochum) als Drittplatzierte auf dem Treppchen standen, obwohl ihre Pflichtvornote sie noch auf Platz fünf rangieren ließ. Sie hatten zwar die drittbeste Kürwertung erhalten, aber niemand ahnte dass dies für den Sprung aufs Treppchen reichte. Die Freude hierüber wurde ein wenig getrübt, als die Beteiligten realisierten dass zwischen Platz zwei und Julia/Olga im Endergebnis nur 0,07 Punkte Abstand waren. Die Silbermedaille wäre also mit etwas Glück auch noch möglich gewesen. Aber Julia und Olga sind aus dem jüngsten Jahrgang der Age Group A und können ihren Weg zwei weitere Jahre in der Jugend bestreiten. Daher waren alle hochzufrieden mit Platz eins und drei für den SV NRW.

Im abschließenden Gruppen-Wettkampf war der SV NRW mit zwei Teams am Start, einem in der B- und einem in der A-Jugend. Das jüngere Team war mit acht (plus zwei) Mädchen aus allen sechs NRW-Vereinen zusammengestellt. Für die wenige gemeinsame Trainingszeit machte die Gruppe ihre Sache gut und zeigte eine ansprechende Leistung. Die Vereins-Mannschaft aus Ungarn war eingespielter und lag auch in der Pflicht schon vor unserem Team, so dass nicht mehr drin war als die Silbermedaille, über die sich alle freuten. Die A-Jugend-Gruppe des SV NRW bestand aus dem Bochumer Vereins-Team plus einer Aktiven aus Godesberg. Ihre Kürdarbietung wurde mit über 70 Punkten belohnt und am Ende konnte sich die Mannschaft über Gold freuen.

Das ganze NRW-Team war zufrieden mit der Medaillen-Ausbeute und dem Verlauf des Wettkampfes. Die Aktiven genossen die Siegerehrungszeremonie, bei der für unsere vier Titel jeweils die deutsche Nationalhymne gespielt wurde – eine völlig neue Erfahrung für unsere Mädchen. Zum Abschluss der Schweden-Reise stand dann auch noch ein gemeinsamer Bummel durch Stockholms wunderschöne Altstadt auf dem Programm. Hier blühten alle noch einmal auf und genossen auch den kulturellen Wert dieser Reise.

Der Trip nach Stockholm hat sich für das NRW-Team in allen Bereichen gelohnt und jeder Beteiligte hat zusätzliche Motivation für die Zukunft bekommen.

Die Ergebnisse im einzelnen:

AK A-C (Jg.1996 u.jünger):

Freie Kürkombination > Gold > SV NRW: Elise Rebien (96), Lisa Lange (96), Katharina Groh (96), Frederike Nolte (97), Franziska Moser (98), Julia Ermakova (98), Olga Paul (98), Pauline Paffrath (00), Daniela Dachtler (00), Beyza Yanar (01), Angelina Biela (01)

AK A (Jg.1996-1998):

Solo > Bronze > Katharina Groh (1996)
Duett > Gold > Elise Rebien (1996) / Lisa Lange (1996)
Duett > Bronze > Julia Ermakova (1998) / Olga Paul (1998)
Gruppe > Gold > SV NRW: Elise Rebien (1996), Lisa Lange (1996), Katharina Groh (1996), Frederike Nolte (1997), Franziska Moser (1998), Julia Ermakova (1998), Olga Paul (1998).

AK B (Jg.1999-2001):

Solo > nicht am Start
Duett > Bronze > Johanna Bleyer (01) / Pauline Paffrath (00) / Daniela Dachtler (00)
Duett > 4.Platz > Beyza Yanar (01) / Finja Oester-Barkey (01)
Gruppe > Silber > SV NRW > Daniela Dachtler (00), Pauline Paffrath (00), Laura Veith (00), Kira Terwesten (00), Johanna Bleyer (01), Beyza Yanar (01), Finja Oester-Barkey (01), Nina Löhmann (01), Angelina Biela (01), Nicole Schanz (99).

AK C (Jg.2002.u.jünger):

Solo > Silber > Klara Bleyer (2004)
Duett > Gold > Klara Bleyer (2004) / Nicole Davidovich (2004) / Romia Martin (2005)
Duett > 5.Platz > Juliane Werwein (2004) / Anna Mejkovski (2005)

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