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Lehrgang in Moskau – Synro´s lernen von den besten…

Für 6 Synchronschwimmerinnen und Trainerin Stella Mukhamedova ging es Anfang Oktober für 10 Tage zu einem Lehrgang in die Nähe von Moskau/Russland. Schon im letzten Jahr nahmen zwei unserer Synchros an einem Nachwuchswettkampf am gleichen Ort teil und hier entstand die Idee, für ein Trainingslager zurück zu kommen und zu lernen, wie die jungen russischen Synchronschwimmerinnen trainieren und leben. Möglich wurde dies nun durch finanzielle Unterstützung des Schwimmverbandes Südwestfalen.

Trainiert wurde mit der Sportschule Chekhov, die im Synchro – Bereich durch die Olympiasiegerin Olga Brusnikina geleitet wird. Sie gehört zu den erfolgreichsten Sportschulen in Russland, die Siegerin im Solo bei der JEM und das siegreiche Duett werden u.a. hier trainiert. An dieser Sportschule alleine gibt es ca. 100 Synchronschwimmerinnen, aber auch andere Sportarten wie Wasserball werden ausgebildet. Viele der Schülerinnen wohnen im nahen Internat und besuchen die dazugehörige Schule. Unsere Mädels wurden herzlich aufgenommen und sofort in Training und Internat integriert und bestens verpflegt und betreut!

Natürlich sind die Leistungsunterschiede der russischen Synchros zu uns groß. In der russischen Schule wird zweimal täglich im Wasser trainiert, an 6 Tagen in der Woche, eine Landeinheit gehört ebenfalls dazu. Schon dieser große Unterschied an Zeit, der auf Training verwendet werden kann und das bereits in jungen Jahren, macht natürlich diesen Leistungsunterschied aus und das Training professionell. Viele Übungen können täglich bis zur Perfektion geübt werden, in Deutschland ein unmögliches Unterfangen. Zwischen den Trainingseinheiten findet der Schulunterricht statt, übrigens auch samstags. Natürlich kann durch die große Anzahl der interessierten Kinder auch nach ihren Voraussetzungen für Synchronschwimmen als Leistungssport selektiert werden, in Russland haben die Sportart und die Athleten hohes Ansehen.

Stellas Augenmerk lag im Training vor allem darauf zu beobachten, wie z.B. Technik und Küren trainiert werden. Hier konnten für unser heimisches Training wertvolle Anregungen gesammelt werden. Für unsere Schwimmerinnen war es eine gute Erfahrung zu sehen, wie fleißig die russischen Mädchen für ihren Erfolg arbeiten müssen. Sie nahmen direkt am Training der etwa gleichaltrigen russischen Mädchen teil. Jede der Lehrgangsteilnehmerinnen erzielte im Lehrgangsverlauf eine Leistungssteigerung in Technik und Ausdauer!

Persönlicher Kontakt zu den russischen Mädchen war überhaupt kein Problem, die Verständigung klappte prima und kleine Geschenke wurden eifrig ausgetauscht. Auch im Wassertraining konnte, wenn nicht durch Sprache, durch Handzeichen korrigiert werden.
Da der Sonntag trainingsfrei war, blieb auch Zeit den "Roten Platz" und den Russischen Zirkus zu besuchen. Erschöpft, aber voll mit neuen Erkenntnissen und Fähigkeiten kamen alle nach 10 Tagen wieder nach Hause.

Roter Platz

Wir bedanken uns herzlich für die finanzielle Unterstützung durch den SV Südwestfalen, der diesen Lehrgang ermöglicht hat! Wir arbeiten dafür, dass sich dieser Einsatz in der kommenden Saison auch in den Leistungen wiederspiegelt!

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Bericht: Antje Blyer

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